RSI syndrom

Wir sprechen vom RSI Syndrom bei Schmerzen an Arm, Handgelenk, Schulter oder Nacken. Durch die ständige Wiederholung der gleichen Bewegungen und bei zu wenig Abwechslung während der Arbeit am Bildschirm entsteht eine ständige leichte Muskelanspannung. Dabei unterscheiden wir zwischen statischen und dynamischen Belastungen. Beide Varianten haben Einfluss auf den Körper.

  • Man spricht von statischer Belastung bei gleichbleibender Körperhaltung, welche eine lange, leichte Anspannung der Muskulatur verursacht. Das lange Halten der Computermaus ist beispielsweise etwas, das zu statischer Spannung führt.
  • Dynamische Belastung dahingegen sind einfache, sich ständig wiederholende Bewegungen, wie etwa das Klicken mit der Maus oder das Anheben der Computermaus. Auch bei dieser Art von Belastung wird die Muskulatur stark belastet, was zu Beschwerden führen kann.

Symptome des RSI-Syndroms

An unterschiedlichen Körperstellen, wie etwa zwischen den Fingern, den Schulterblättern und am Nacken, können verschiedene Beschwerden auftreten. Diese Beschwerden können sich auch von einem Körperteil zum anderen verlagern. Die am häufigsten vorkommenden Symptome des RSI-Syndroms sind:steife Muskeln, Muskelschmerzen, Krämpfe, Kraftverlust, Kribbeln, Muskelermüdung und verminderte Koordinationsfähigkeit. Die Beschwerden beginnen meist mit einem leichten Kribbeln, einem kalten oder tauben Gefühl oder leichten Schmerzen. Diese Beschwerden aufgrund des RSI-Syndroms können schlimmer werden und zu chronischen Schmerzen und Steifheit führen.

RSI-Syndrom behandlung

RSI / oder: 'Mausarm' ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Bitte wenden Sie sich daher mit Beschwerden immer an Ihren Haus- oder Betriebsarzt oder Physiotherapeuten für eine fachkundige Beratung zum RSI-Syndrom und über eine mögliche Therapie des RSI-Syndroms. Nachfolgend haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie RSI-Beschwerden verhindern können. Dabei ist es sehr wichtig, dass Sie gezielt präventive Maßnahmen gegen RSI am Unterarm oder RSI am Oberarm treffen.

  1. 1.       Ergonomischer Arbeitsplatz:

An einem ergonomischen Arbeitsplatz werden bestimmte Grundregeln berücksichtigt. Zuallererst sollte Ihre Schreibtischoberfläche genügend Platz bieten, damit Sie Ihre Handgelenke entspannen können und Sie nicht ständig Muskelkraft für Ihre Tätigkeiten aufwenden müssen. Sitzen Sie mit einem geraden Rücken vor Ihren Computer. Verwenden Sie eine Ergonomische Maus und nutzen Sie diese nicht zu lange ohne Unterbrechung mit derselben Hand. Darüber hinaus sollten Sie eine Ergonomische Tastatur benutzen und mit beiden Händen tippen. Drehen Sie Ihren Körper ‒- beispielsweise zum Abnehmen des Telefons ‒ ganz mit, also nicht nur den Oberkörper. Wenn Sie das Telefon oder Dokumente benötigen, nehmen Sie diese zu sich heran und tun Sie nichts mit gestreckten Armen. Denn dies belastet die Armmuskulatur stark. Haben Sie Fragen oder benötigen Sie weitere Informationen? Bitte setzen Sie sich mit unseren Fachberatern für ein persönliches Gespräch in Verbindung.

  1. 2.       Die richtige Körperhaltung bei der Arbeit:

Ihr Computer steht gerade vor Ihnen, wobei die Oberkante des Bildschirms sich auf Augenhöhe befindet. Ein Monitorarm oder eine Monitorständer ist ein geeignetes Hilfsmittel für die Einstellung der korrekten Höhe Ihres Bildschirms. Ihr Bürostuhl sollte ebenfalls richtig eingestellt sein. Dabei sollten Sie Ihre Füße flach auf den Boden stellen können, und Ihre Beine sollten einen Beugewinkel von 90 Grad haben. Sollte dies nicht möglich sein, sollten Sie die Verwendung einer Fußstütze in Betracht ziehen.

  1. 3.       Machen Sie genug Pausen und wechseln Sie zwischen verschiedenen Tätigkeiten:

Bitte achten Sie darauf, dass Sie nicht zu lange in der gleichen Haltung am Bildschirm arbeiten und oft genug Pausen machen. Wechseln Sie Ihre Tätigkeiten auch etwas ab. In den Pausen können Sie eventuell Entspannungsübungen oder Übungen für die Muskulatur machen (RSI-Syndrom-Übungen). Halten Sie Ihre Maus nicht zu lange fest und lassen Sie sie so oft wie möglich los. Stress wirkt sich stark auf die Entstehung und die Zunahme von RSI-Beschwerden aus, planen Sie Ihre Tätigkeiten daher immer gut im Voraus.